Kleine Matheforscher

Um die Ecke gedacht: Forschen mit dem Geobrett

"Finde möglichst viele verschiedene Vierecke und spanne sie auf dem Geobrett nach."  Das war eine erste Aufgabe für die ersten Schuljahre. Was genau ist aber ein Viereck? Ist ein Trapez ein Viereck oder eine Figur mit einer Ecke innen? Und was ist eigentlich das Besondere an einem Quadrat? All diesen Fragen gingen wir in unserer Matheforscherwoche nach. Begleitend arbeiteten die Kinder an einer Elefanten-Kartei, bei der es darauf ankam, vorgegebene Figuren genau nachzuspannen. Zahlreiche Kompetenzen wurden dabei trainiert. Im Bereich "Raum und Formen" vertieften wir unser Wissen über "ebene Figuren", zur "Symmetrie", zeichneten nach und versuchten, Begriffe genau zu klären. Um unsere Probleme zu lösen, mussten wir kommunizieren, darstellen und argumentieren und dabei noch unsere Teamfähigkeit erweitern. Auch Geduld und Anstrengungsbereitschaft wurden trainiert.

Unsere Ergebnisse dokumentierten wir im Forscherbuch und zeichneten unsere gefundenen Vierecke auf.

Im zweiten Schuljahr beschäftigten wir uns genauer mit den Quadraten. Möglichst viele unterschiedliche Quadrate mussten gefunden, verglichen und sortiert werden. Durch Übereinanderlegen stellten wir fest, ob Quadrate gleichgroß sind. Ist eine Raute eigentlich auch ein Quadrat?

Die dritten und vierten Schuljahre forschten an der Größe verschiedener Flächen und Figuren und wie man diese berechnen kann. Der Flächeninhalt unterschiedlicher Quadrate wurde mittels eines Einheitsquadrates bestimmt. Ist der Flächeninhalt zweier Quadrate, die unterschiedlich aussehen, trotzdem gleich?

 

 

Dem Zufall auf der Spur

Wir sind dem Zufall auf der Spur...

In unserer Mathe-Forscherwoche forschten wir zum Themenbereich "Stochastik". Passend zur Fußball WM führten wir zunächst Versuche zum Münzwurf durch. Ist es gerecht, wenn man durch den Wurf einer Münze bestimmt, wer welches Tor besetzt? Mit zahlreichen Würfen probierten wir das aus und konnten erkennen, dass jeder Spieler gleichviele Möglichkeiten hat um zu gewinnen. Das hatten wir zuerst nicht unbedingt vermutet...

Jetzt war die Neugier und der Forscherehrgeiz geweckt und wir wollten wissen, ob es bei dem Spiel "Bonbon ziehen" auch gerecht zuging. In einem Glas lagen drei blaue und fünf rote "Bonbons". Eine Spielerin verband sich die Augen. Welche Bonbonfarbe würde sie wohl ziehen? Auch diese Erkenntnisse dokumentierten wir in einer Tabelle zu den Häufigkeiten des Ergebnisses. Im Anschluss fiel es uns nicht schwer, eigene Spielregeln für ein gerechtes Spiel zu erfinden und auszuprobieren.

Auch bei dem "Piratenspiel" sollte es gerecht zugehen. Hier musste mit einem Würfel gespielt werden, der entweder eine Farbe oder eine Zahl zeigte. Welcher Pirat würde schneller die Schatzinsel erreichen?

 

Nach diesen Vorerfahrungen gingen die Klassen für jeweils eine Doppelstunde in den Forscherraum. Dort forschten wir in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen mit Kreiseln zu den Wahrscheinlichkeiten und verschiedenen Möglichkeiten eines Kreiselergebnisses. Nachdem wir verstanden hatten, wie wir die Spielregeln verändern mussten um das Spiel gerecht zu gestalten, erfanden wir selbst Spielregeln, stellten eigene Kreiselspiele her und probierten sie aus.

Forschen im 2. Schuljahr

Forschen im 3. Schuljahr

Zum Schluss erfanden wir eigene Kreiselspiele, erstellten Spielregeln, die gerecht waren und probierten unsere Spiele natürlich auch aus.

Manchmal sieht ein Zufall wie ein Zufall aus, aber es ist gar keiner...