Die Rollende Waldschule
Die Rollende Waldschule der Kreisjägerschaft Wesel besuchte nun schon zum zweiten Mal unsere dritten Klassen, diesmal Anfang Juni. Die zertifizierte Waldpädagogin und Försterin Karin Leisten präsentierte den Kindern ihre Tierpräparate nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Anfassen. „Das fühlt sich sehr weich an,“ bemerkte Charlotte beim Streicheln des kleinen Marders. Wann hat man dazu schon einmal die Gelegenheit?
Ging es zunächst in zwei Klassenräumen um die Vermittlung von Wissen und Informationen zu Säugetieren und Vögeln des Waldes, so stand mit dem nächsten Schritt die Erkundung des Lebensraumes Wald im Mittelpunkt. Unser Ziel war der Lauersforter Wald, in dem wir Frau Leisten mit ihrem Team (und dazu gehörten auch vierbeinige Helfer) antrafen. Aufgeteilt in vier Gruppen ging die Pirsch los, über Stock und Stein, über altes Laub und Totholz und vorbei an Brennnesseln, Brombeerranken und Ameisenhaufen. Schon nach wenigen Metern zeigte sich der Reiz des Pirschganges. Ein bisschen versteckt in einer Astgabel entdeckten die Kinder ein Eichhörnchenpräparat, etwas weiter konnten sie einen Dachs und einen Specht finden. Die begleitenden Jägerinnen und Jäger nahmen die Präparate zum Anlass, den Kindern nochmals Wissen zu vermitteln oder abzufragen. Als wir uns zum Schluss noch einmal in der großen Gruppe trafen, verabschiedeten uns Frau Leisten und ihr Begleiter mit einem passenden Jagdhornsignal, live gespielt und sehr gut im Wald zu hören.
Begleitend lernten die Kinder im Sachunterricht weitere wichtige Dinge über den Lebensraum Wald, zum Beispiel über seine Stockwerke und welche Tiere in welcher Etage leben. Dazu entstanden zusammenfassende Plakate, mit denen das Erlernte noch einmal reflektiert werden konnte.
Bestimmt werden die Kinder bei ihrem nächsten Waldspaziergang mit ihren Eltern ihr neu erworbenes Wissen stolz präsentieren und sich daran zurückerinnern.